Drei der vier Mobilfunkanbieter in Deutschland, Deutsche Telekom (T-Mobile), Vodafone und Telefónica/O2, haben Lizenzen zur Nutzung der sog. Digitalen Dividende ersteigert. Diese durch Umstellung des Fernsehens von analoger auf digitale Übertragung freigewordenen Funkfrequenzen aus dem Bereich 790 MHz bis 862 MHz sollen entsprechend der Zielsetzung der Bundesbreitbandstrategie vordringlich zur Erschließung breitbandun- und -unterversorgter Regionen mit einem Breitbandmindestangebot eingesetzt werden. Alle drei Anbieter hatten in ihren Verlautbarungen nach dem erfolgreichem Abschluss der Lizenzauktion anklingen lassen, binnen kürzester Zeit den Netzausbau betreiben zu wollen. Zwischenzeitig ist auch mit der Umrüstung der Mobilfunkmasten begonnen worden. Dabei setzen alle auf die leistungsstarke, aber funkelnagelneue Mobilfunktechnologie LTE. Für diese liegen grundsätzlich zwar beispielsweise in Skandinavien erste Erfahrungen aus dem Netzbetrieb vor, allerdings in anderen Frequenzbändern. Für die Digitale Dividende gibt es bis dato indessen nicht einmal Nutzerendgeräte. Die sollen erst um den Jahreswechsel aus der Massenproduktion kommen.