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HSDPA/UMTS : UMTS statt DSL? Surf@home von O2 in Pankow
Geschrieben von Flora am 03.10.2005 01:10:00 (5284 x gelesen)

Bei der Suche nach Alternativen zu Interneteinwahlzugängen über Modem oder ISDN haben Pankower für die schnellere Datenübertragung die UMTS-Netze für sich entdeckt. Davon existieren derzeit drei, von Vodafone das Zuhause Web, von E-Plus die zurzeit bis zum 31.12. 2005 begrenzte Online Flatrate und von O2 Surf-at-home.

DSLnachPankow veröffentlicht eine Reihe mit Erfahrungsberichten aus dem Bezirk. Ein erster Beitrag zum Zuhause Web von Vodafone ist kürzlich erschienen. Hier folgt ein Erfahrungsbericht von Dorian Cantzen mit dem O2-Angebot. Nutzererfahrungen finden sich auch im Diskussionsbereich von DSLnachPankow (Link 1|Link 2). Empfehlenswert sind ferner die Beiträge im UMTS-Diskussionsforum auf der Webseite Onlinekosten.de.

(Hinweis: Wegen einer Unzulänglichkeit unseres CMS spricht dieser Text i.d.R. von Surf-at-home. Das Produkt von O2 schreibt sich Surf@home.)

Eine weitere Alternative zu DSL? Surf@home von O2

Von Dorian Cantzen

Zur Theorie

An Pankower Plakatwänden bewirbt O2 derzeit sein seit Mitte April dieses Jahres erhältliches Produkt Surf-at-home. Diese Möglichkeit des Internetzugangs via UMTS-Netz läuft nur über das O2-eigene UMTS-Netz. Dort, wo O2 das Netz von T-Mobile nutzt, funktioniert Surf-at-home nicht. Ausgerüstet wird man mit einer anmutig aussehenden Box, die auch aufgrund ihres Displays ein wenig an eine überdimensionierte Version von Apples Musikplayer iPod erinnert. (Seit dem 1. Oktober gibt es einen neuen kleineren Router.) Diese Box ist der UMTS WLAN/LAN Router, der, wie die Bezeichnung schon verrät, über WLAN (Standards 802.11 b und g) vom Computer aus erreichbar ist, aber auch über ein normales LAN-Kabel (10BaseT oder 100BaseT). An die Box lassen sich mehrere Computer anschließen, die laut O2 unter Windows 2000, XP oder MAC OS X laufen können. Laut Berichten in einigen Foren scheinen auch Linuxdistributionen keine Probleme aufzuwerfen. Anders als bei den Angeboten von Vodafone und E-Plus wird bei Surf-at-home kein PCMCIA-Slot am Computer benötigt, außerdem können mehrere Rechner per WLAN gleichzeitig online gehen.

Der Router lässt sich per Browser konfigurieren, zusätzliche Installationsprogramme sind nicht erforderlich. Vor ungebetenen Mitsurfern bietet der Router eine 128 Bit WEP- oder WPA-Verschlüsselung, die auch relativ einfach einzurichten ist. Das Gerät kann nicht mobil genutzt werden, gegenüber O2 muss der Standort angegeben werden. Gerüchteweise soll die Surf-at-home-Zone etwa 50 Meter groß sein. Mit Surf-at-home ist keine Telefonie möglich. Nach 24 Stunden ununterbrochener Nutzung wird die Verbindung abgebrochen, eine sofortige Wiedereinwahl ist möglich.

Der Preis speist sich aus einem Surf-at-home Vertrag von monatlichen 9,99 Euro (24 Monate Mindestlaufzeit) und einem Surfpaket von 10 Freistunden (+9,99 Euro monatlich), 20 Freistunden (+14,99 Euro monatlich) und 40 (+21,99 Euro monatlich) Freistunden. Analog zu den Preisen der Freistundentarife gibt es seit Mitte September auch Volumentarife von 500 Megabyte, 1 Gigabyte und 2 Gigabyte. Das Surfpaket muss nicht gewählt werden und hat eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten. Der nachträgliche Umstieg auf einen höheren Tarif soll kostenlos möglich sein. Der einmalige Anschlusspreis beträgt 24,99 Euro. Der neue Router kostet 99,95 Euro, der alte soll derzeit für einen eher symbolischen Preis angeboten werden.

Zur Praxis

Beim Kauf des Produktes wird die UMTS-Verfügbarkeit vorab geprüft. Ein Verfügbarkeitscheck ist außerdem über die Webseite von O2 möglich. Klar ist dann, dass es UMTS gibt, nicht aber wie gut die Verbindung ist.

Der Verfügbarkeitscheck für das Pankower Zentrum behauptet optimale Voraussetzungen für die UMTS-Nutzung. Das kann ich so nicht bestätigen. In der Wollankstraße werden statt der theoretisch möglichen 384Kbit/s Downstream (64 kbit/s Upload) von UMTS nur maximal 200kbit/s Downloadgeschwindigkeit erreicht.

Die Installation des UMTS-Routers ist gut beschrieben und recht einfach. Die Verbindung ins Internet kann über den Router selbst (an einem Knopf) hergestellt werden oder vom Computer aus. Der Verbindungsaufbau dauert je nach Laune des Routers etwa 20-30 Sekunden, was aber nach Aussagen von O2 beim neuen Router schneller sein soll.

Einige Macken

Das Administratorinterface des Routers lässt sich oft nicht aufrufen, sodass über den Knopf am Router die Verbindung getrennt werden muss. Außerdem hatte ich bei der Statistik bereits drei Tage nach dem Kauf eine Onlinezeit von 53.294 Minuten stehen, obwohl ich nur etwa 50 Minuten online war. Ein kompetenter Callcenteragent meinte, das Problem sei bekannt, ich solle mir keinen Kopf machen, das liege am Router. Updates zur Beseitigung des Bugs lägen auf der O2-Webseite bereit (da ich allerdings etwas geizig bin, schenke ich mir den Download vorerst). Zum neuen Router liegen noch keine Erfahrungsberichte vor, bleibt nur die Hoffnung, dass die Probleme damit aus der Welt sind.

Fazit

Surf-at-home ist fraglos angenehmer als eine Einwahlverbindung per Modem und auch als ISDN, an die Geschwindigkeiten von DSL reicht es aber nicht halbwegs heran. Die meisten Schwierigkeiten scheinen mit dem alten Router zusammenzuhängen, sodass ein Austausch überlegenswert wäre. Zumal in einigen Foren zu lesen ist, dass bei einer Minderleistung dieser stattfinden kann.

Mit 20 Euro monatlich ist das Einsteigerangebot einigermaßen erträglich, wenn man etwas schneller unterwegs sein und den Festnetzanschluss nicht ständig mit einem Modem blockieren will. Geschenkt aber ist das Angebot nicht. Der Minutenpreis liegt bei optimaler Kontingentausschöpfung zwischen 0,92 Cent (Time 40: 40 Freistunden) und 2 Cent (Volume 500: 500 Megabyte im Monat). Nicht genutzte Zeit bzw. Volumen verfallen am Monatsende, über den Vertrag hinausgehende Nutzungen kosten 3 Cent je Minute (Zeittarif) oder 15 Cent je Megabyte (Volumentarif). Attraktiver wird es natürlich, wenn O2 wieder mit einer Aktion wie im Juli dieses Jahres kommt, als Neukunden drei Monate (Studenten sechs Monate) die Grundgebühr erlassen wurde oder ein O2-Geschäft aus irgendeinem Grund die Anschlußkosten etc. erlässt. Das würde auch die finanziellen Risiken verringern, denn bei einer unerfreulich langen Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten (Anschluss 12 Monate Mindestlaufzeit) ist absehbar, das man in einigen Pankower Stadtteilen von anderen Breitbandentwicklungen eingeholt wird.

Da das Surfen manchmal etwas lahm sein kann, empfehle ich den Volumentarif. (Zu den langsamen Pingzeiten vgl. den Beitrag zu Vodafone Zuhause Web). Der Vorteil ist die ständige Erreichbarkeit für E-Mails sowie die angemessenere Preisbildung bei der Internetrecherche. Für Downloads mit großen Datenmengen oder das Versenden und Empfangen von E-Mails mit großen Anhängen kann der Zeittarif dennoch sinnvoller sein. Um auf die O2-Plakatwerbung zurückzukommen: Von der dort abgebildeten Nutzung in der Badewanne rate ich dann doch eher ab. Mag auch der O2-Router im Trockenen stehen und per Funk angesteuert werden können, das Laptop würde die Feuchtigkeit bald übel nehmen.

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