DSLnachPankow - Vectoring für Pankower OPAL-Gebiete [Update_3 10.09.2014] - Feature Artikel - Artikel
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Feature Artikel : Vectoring für Pankower OPAL-Gebiete [Update_3 10.09.2014]
Geschrieben von Flora am 14.05.2014 15:40:00 (3104 x gelesen)

Die Deutsche Telekom wird ihre OPAL-Infrastruktur in Berlin überbauen. Das geht aus der Antwort auf eine schriftliche Anfrage zur Breitbandentwicklung in Berlin (Drucksache 17/13653) im Abgeordnetenhaus hervor. Demzufolge soll zwischen diesem Jahr und Ende 2016 die hohe Bandbreiten ermöglichende Vectoring-Technik in Pankows OPAL-Gebieten wie Alt-Pankow, Weißensee und Niederschönhausen Einzug halten. Damit würde dem großen Druck auf das knappe Angebot an DSL-Anschlüssen und die Forderung nach leistungsfähigen Bandbreiten Rechnung getragen. Ob dies jedoch baulich überhaupt möglich ist, ist unserem Eindruck nach völlig ungeklärt. Denn in der Anfrage wird die Befürchtung von DSLnachPankow aufgegriffen, dass das Aufgrabeverbot solchen Modernisierungsvorhaben im Weg stehen könnte. Die Senatsantwort bleibt zu unkonkret, als dass man genau ableiten könnte, dass ein Überbau uneingeschränkt erfolgen kann. Ebensowenig zeigt sich die für die Beantwortung zuständige Senatsverwaltung informiert, inwieweit bei gerade fertiggestellten Straßen und Gehwegen die Verlegung einer Breitbandinfrastruktur berücksichtigt wurde.

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Das "neue Netz" der Telekom gibt es in Alt-Karow seit dem letzten Quartal 2013. Die anderen Pankower OPAL-Gebiete warten.

Insgesamt macht die Antwort aus dem Hause von Wirtschaftssenatorin Yzer (CDU) einen bemerkenswert unambitionierten Eindruck. Es fragt sich, wieso in die Beantwortung nicht die Expertise der Senatskanzlei einbezogen wurde, bei der das Thema Breitbandinfrastruktur ebenfalls angesiedelt ist. Die im Koalitionsvertrag niedergeschriebene Absicht zur landesweiten Errichtung einer hochperformanten leitungsgebundenen Breitbandinfrastruktur wird damit konterkarriert. Die Antwort aus der Wirtschaftsverwaltung berücksichtigt allein einen Telekommunikationsanbieter, die Deutsche Telekom. Um die Breitbandentwicklung der Hauptstadt angemessen einschätzen zu können wäre aber auch zu erheben, was die Telekomwettbewerber insbesondere zum leitungsgebundenen Breitbandausbau beitragen. Und selbst die Telekom wurde anscheinend noch nicht einmal gezielt angefragt. Stattdessen gewinnt man den Eindruck, dass sich die Beantwortung der Anfrage ausschließlich auf allgemeine Veröffentlichungen der Deutschen Telekom stützt. Darin aber trifft sie keine präzisen Aussagen zu Berlin, erst recht nicht kleinteilig zu den Pankower OPAL-Gebieten.

[Update 27.05.2014:] "OPAL? Was ist das?", lautete nun schon einige Male eine an uns gerichtete Frage. Wir haben es hier kurz&knapp aufgeschrieben.

[Update_2 03.07.2014:] 20 Kilometer neue Glasfaser in Mitte, 30 Kilometer in Spandau Pankow aber ist im öffentlichen Ausbauplan der Deutschen Telekom bislang nicht aufgeführt. Wann also die von der Deutschen Telekom für die Beantwortung der Parlamentsanfrage zugelieferten Informationen über den Hochgeschwindigkeitsausbau im Berliner Nordosten auch Realität werden, steht in den Sternen...

[Update_3 10.09.2014] Erstaunlich, auch in Pankow bewegt sich nun doch einiges bei der Telekom. Nutzer unseres Diskussionsforum hatten bereits seit einiger Zeit ihre Beobachtungen im Diskussionsforum gepostet. Eine Nachfrage im Bezirksparlament ergab nunmehr einige Details zu diesem Ausbau, worüber die Berliner Woche zeitnah berichtet: 5000 Haushalte in einem knapp zwei Quadratkilometer kleinen Gebiet begrenzt durch den Pastor-Niemöller-Platz, die Friedrich-Engels-Straße, den Nordgraben, die Schönhauser Straße, Am Rollberg, die Dietzgenstraße und Herrmann-Hesse-Straße werden gerade mit 50 Mbit-DSL, später skalierbar bis 100 Mbit, versorgt. Die Deutsche Telekom kommuniziert ihr neues Angebot mittlerweile im Internet und teilt mit, dass der Ausbau Ende Oktober abgeschlossen sein soll.

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Andere als Niederschönhausen und Rosenthal dringend auf einen Ausbau mit einer leistungsstarken flächendeckenden leitungsgebundenen Infrastruktur wartende Gebiete in Pankow sind weiterhin Fehlanzeige.



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