DSLnachPankow - Breitband in Berlin: Versorgungsstand Mitte 2013 [Update_4 22.09.2014] - Unsere aktuellen Meldungen - Artikel
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Unsere aktuellen Meldungen : Breitband in Berlin: Versorgungsstand Mitte 2013 [Update_4 22.09.2014]
Geschrieben von Flora am 18.07.2013 20:40:00 (1514 x gelesen)

Der TÜV Rheinland hat für das Bundeswirtschaftsministerium den 2013er Breitbandatlas vorgelegt. Und er behauptet wieder einmal empirisch unhaltbare Versorgungswerte. Nach wie vor bestehen in Pankow Defizite bei der leitungsgebundenen Grundversorgung. Es existieren Bereiche, wo es weder DSL-Anschlüsse noch Breitband via TV-Kabel gibt. Doch der TÜV Rheinland erhebt seine Werte nicht beim Nutzer, nicht einmal repräsentativ. Er errechnet sie, vermutlich durch eine raffinierte Pi-Mal-Fensterkreuz-Methode. Erst ab 2 Mbit leitungsgebunden konzediert auch der TÜV Rheinland Versorgungslücken. Die behauptete Geringfügigkeit von 0,2 Prozent bleibt aber nicht minder fragwürdig. Sie entspricht berlinweit etwas mehr als 4.000 Haushalten, die in die Röhre gucken. Allein in Pankow liegt die Zahl tatsächlich höher, nicht mitgerechnet die anderen Bezirke mit Versorgungsdefiziten.

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Der Schmu von Seite 11. Breitbandatlas 2013 des TÜV Rheinland: Weder genau, noch richtig.


Unter dem Strich sind diese Zahlen erneut ein Ärgernis, weil sie statt auf konkrete Ausbauerfordernisse zu verweisen eine nicht vorhandene Versorgungssituation vorgaukeln. Wenn weder die Deutsche Telekom noch ein großer TV-Kabelanbieter wie Kabel Deutschland beispielsweise die Straßenbauarbeiten in der OPAL-Hochburg Alt-Pankow als Chance begreifen, ihre Infrastruktur vergleichsweise günstig zu erneuern, und dies nicht zu einem politischen Aufschrei führt, hat der Breitbandatlas seinen Zweck verfehlt. Deutlich hilfreicher bei der Sichtbarmachung von Breitbandlücken sind die beiden Anhänge der Deutschen Telekom und Kabel Deutschlands* zu dieser Kleinen Anfrage im Berliner Abgeordnetenhaus, die kaum ein halbes Jahr älter sind als die Tabellen des TÜV Rheinland.

[Updates 29.12.2013/31.12.2013:] Redaktionelle Überarbeitung, Linkanfügung.

[Update_3 07.01.2014:] Bei stichprobenartiger detailgenauer Betrachtung der Versorgungskarte von Kabel Deutschland, die das Unternehmen zur Beantwortung der Kleinen Anfrage im Abgeordnetenhaus von Berlin mit Stand Ende Januar 2013 zulieferte, hat sich zwischenzeitig herausgestellt, dass hier auch Gebiete als "DOCSIS 3-versorgt" dargestellt werden, die dies nachweislich nicht sind. DOCSIS 3 ist eine Technologie, mit der rückkanalfähige ("bidirektionale") TV-Kabelinfrastrukutren auf hohe Bandbreiten aufgerüstet werden (dies dient auch der Übertragung vieler weiterer TV-Kanäle und hochauflösenden Fernsehens). Die Infrastruktur von Kabel Deutschland beispielsweise rund um die Florastraße ist aber überwiegend nicht rückkanalfähig und damit nicht breitbandfähig.


[Update_4 22.09.2014:] Auch 2014 gibt es einen Breitbandatlas. Dessen Qualität ist unverändert unzulänglich. Hier die vorgeblich eine Verbesserung der Versorgungssituation ausweisenden Daten für Berlin.
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Auch 2014 der Schmu von Seite 11. Fiktive Statistik zur Breitbandversorgung in der Hauptstadt.

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