DSLnachPankow - LTE gegen Breitbandlücken in Berlin-Pankow? [Update_4 21.11.2011] - Blankenfelde - Artikel
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Blankenfelde : LTE gegen Breitbandlücken in Berlin-Pankow? [Update_4 21.11.2011]
Geschrieben von Flora am 08.06.2011 06:30:00 (2742 x gelesen)

Vor wenigen Tagen ging durch die Medien, dass am Potsdamer Platz in Berlin ein LTE-Sender seinen Betrieb aufgenommen hat. LTE, das Kürzel für Long Term Evolution, ist ein besonders leistungsstarker Nachfolgestandard von UMTS/HSDPA im Mobilfunk, der gerade der wachsenden Nachfrage nach mobilem Breitband gerecht werden soll. Das Sony Center im Berliner Zentrum ist berühmt für seine gute WLAN-Versorgung, Besucher der Hauptstadt finden hier einen der schnellsten öffentlichen und kostenfreien Hot Spots. Was Vodafone nun aber getrieben hat, unter der Kuppel des Sony Centers LTE anzuschalten, erklärt sich wohl nur dadurch, dass sich unternehmensintern die PR-Abteilung bei der Standortwahl durchgesetzt hat. Denn Endgeräte für die Nutzung sind noch kaum verbreitet.*

Gegenüber dem IT-Nachrichtendienst Golem behauptete ein Vodafone-Sprecher, Berlin habe keine breitbandunversorgten Bereiche. Er liegt damit falsch, tatsächlich könnte auch in der Hauptstadt die Hoffnung für die Beseitigung von Versorgungsproblemen in der Nutzung von LTE-Mobilfunkzugängen liegen. Deshalb sind die anderen inzwischen ausgebauten innerstädtischen Standorte Vodafones in Tempelhof (Attilastraße, Nähe S-Bahnhof Attilastraße), in Tegel (Nähe Nonnendammallee) und in Adlershof (Adlergestell, Nähe S-Bahnhof Adlershof) auch weniger sinnfrei als das Sony Center. Gerade die beiden letztgenannten könnten breitbandunterversorgte Gebiete der Hauptstadt wie die Wasserstadt Spandau oder die weißen Flecken im Bezirk Treptow-Köpenick versorgen helfen.

Open in new window (Symbolbild via stock.xchng)

Auch im Bezirk Pankow bestehen nach wie vor Versorgungsengpässe, sei es durch den Nachfragedruck auf eine insuffiziente Breitbandinfrastruktur in Berlins Zuzugsbezirk Nummer Eins, sei es durch einen ausgebliebenen Ausbau in einigen Ortslagen. Obwohl der Flughafen Tegel unüberhörbar nah ist, scheint der Standort Nonnendammallee der LTE-Verfügbarkeitsanzeige von Vodafone zufolge jedoch für eine Versorgung in Pankow unbrauchbar zu sein. Die eingezeichnete Reichweite des Senders bestätigt, dass hier keine der reichweitenstarken ehemaligen TV-Frequenzen ("Digitale Dividende") genutzt wird, sondern eines der anderen ersteigerten, gerade für den Netzausbau in Metropolräumen interessanten Funkbänder. Anders sieht es mit einem Sender an der Landesgrenze aus.

Im Rahmen des rechtlich vorgeschriebenen prioritären Breitbandausbaus der Digitalen Dividende zur Beseitigung der weißen Flecken im Land Brandenburg gibt es einen Standort, der auch für eine Versorgung im Nordosten der Hauptstadt interessant ist. Zwischen Ahrensfelde und Neu Lindenberg hat Vodafone am Berliner Stadtrand einen Sender mit LTE ausgerüstet. Dessen Funkradius reicht bis nach Pankow hinein. In Teilen von Malchow, Karow, Weißensee, Blankenburg/Heinersdorf und Französisch Buchholz ist der Verfügbarkeitsanzeige von Vodafone zufolge eine so genannte LTE Outdoor-Verfügbarkeit vorhanden. DSLnachPankow liegen bisher noch keine Nutzererfahrungen vor. Sicher aber ist, dass dieser Sender nicht ausreicht, Pankows Versorgungsengpässe zu beseitigen.

Bedauerlicherweise gibt es nach unserer Kenntnis zum jetzigen Zeitpunkt keinen LTE-Sender, der im Nordosten der Hauptstadt oder im Land Brandenburg direkt nördlich von Pankow geplant ist. Dies aber wäre wünschenswert für die Abdeckung von Gebieten wie Blankenfelde-Dorf. Dort ist die gegenwärtige Versorgungssituation bescheiden, da Breitbandzugänge fast ausschließlich über die HSDPA-Netze möglich sind. In der Folge sind die dortigen Zugänge nicht mehr nur in Stoßzeiten überlastet und die Durchsatzzahlen rasch im Keller. Weder die Deutsche Telekom** noch Telefónica/O2 als Lizenznehmer im 800 MHz-Band haben bisher im Berliner Umland Sender mit LTE ausgerüstet, Vodafone hat ebenfalls noch Potential. Deshalb wäre wünschenswert, dass möglichst rasch mindestens einer der Anbieter im Bereich Mühlenbeck/Schönwalde/Schönerlinde eine Sendestation mit LTE im 800 MHz-Band ausrüstet. Letztlich aber wäre egal, ob die Versorgung mittels der Frequenzen der Digitalen Dividende oder einer der anderen im vorigen Jahr vergebenen Funklizenzen erfolgt, Hauptsache sie erfolgt. Dann könnte zumindest theoretisch sogar der vierte Mobilfunker E-Plus wieder an Bord sein, wenngleich deren Chef kürzlich klar gemacht hat, dass er sich für die Breitbandabdeckung weißer Flecken als nicht zuständig erachtet.

* [Update 21.07.2011:] Erste LTE-Sticks für den Massenmarkt wie der Samsung GT-B374 werden bei Vodafone zudem bislang mit einer ortsgebundenen Freischaltung in ihrer mobilen Nutzbarkeit beschränkt. Telefónica/O2 und die Telekom (mit Ausnahme ihres teursten Tarifes) verfahren bei der Nutzung des Huawei E398 ebenso, obwohl dieser Stick im Gegensatz zum auf das 800 MHz-Band beschränkten Samsung für den mobilen Gebrauch in verschiedenen Bändern, darunter auch UMTS/HSDPA prädestiniert ist.

[Update_2 16.08.2011:] Wie das Magazin Focus am vorigen Freitag gemeldet hat, plant Telefónica/O2 den Ausbau von LTE in den Ballungsräumen, darunter Berlin, bis zum Ende 2012. Für den Ausbau werde ein "dreistelliger Millionenbetrag" in die Hand genommen. Der Chef von O2 wird mit den Worten zitiert, LTE werde vor allem an bestimmten Hotspots in den Großstädten benötigt. Er wird damit die Bereiche hoher Kundennachfrage nach mobilen Breitbandzugängen meinen, weniger die Ortslagen, die von den bisherigen Breitbandangeboten, ob drahtgebunden oder drahtlos, nur unzulänglich versorgt sind.

[Update_3 25.09.2011:] Auch die Deutsche Telekom hat mittlerweile mit dem LTE-Ausbau in der Region begonnen. Am Stadtrand gibt es in Spandau und in Mahlsdorf sowie Grünheide/Freienbrinck Angebote, innerstädtisch im Regierungsviertel (sic!) am Spreebogen im Tiergarten. Von einem Ausbau im Berliner Nordosten ist bislang nichts zu sehen.

** [Update_4 21.11.2011:] Wie uns erst jetzt bekannt wurde, hat die Deutsche Telekom in Schildow zu Anfang des Jahres an einem Antennenstandort HSPA auf 21,6 Mbit beschleunigt. Möglicherweise hilft der Ausbau auch, die uns immer häufiger genannten Versorgungsengpässe beim Breitband in der brandenburgischen Gemeinde zu beseitigen. Es ist zu hoffen, dass damit nicht der Ausbau eines berlinnahen Standortes für LTE auf den Frequenzen der Digitalen Dividende durch die Deutsche Telekom, der am Stadtrand den Berliner Ortsteil Blankenfelde mitversorgen könnte, auf längere Zeit unterbleibt. Und weil uns Nachfragen erreichten, ob für Schildow ein verpflichtender Ausbau der Digitalen Dividende überhaupt bestehe: Die Gemeinde Mühlenbecker Land ist in der Liste der mit Breitband unterversorgten Gemeinden als Priorität 2 enthalten. Zwingend muss natürlich dort kein Netzbetreiber den Ausbau in Schildow oder sonstwie berlinnah vornehmen. Es ist aber auch nicht untersagt, einen solchen Standort (zusätzlich) zu wählen.

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Mitglied Diskussion
danny2630
Geschrieben am: 23.06.2011 20:58  Aktualisiert: 23.06.2011 21:01
Moderator
Mitglied seit: 29.10.2005
aus: Blankenfelde Hauptstrasse
Beiträge: 304
 Re: LTE gegen Breitbandlücken in Berlin-Pankow?
Schöner Artikel Flora!
wenn ich sowas lese das am Potsdamer Platz sowas hinkommt könnte ich heulen Da wo es alles gibt.
Allerdings schau ich schon immer ob LTE hier verfügbar ist wenn ja hole ich es mir. Allerdings nur VF oder O2 weil die T-Com Tarife sind nur Abzocke zur Zeit. Da bleib ich lieber bei HSPA+.
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