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Unsere aktuellen Meldungen : Flächendeckende Breitbandversorgung lässt auf sich warten [Update_3 09.06.2011]
Geschrieben von Flora am 25.11.2010 16:20:00 (1724 x gelesen)

Auch wenn immer mehr Menschen über einen Breitbandzugang verfügen: Vom Ziel einer Vollversorgung ist die Europäische Union noch weit entfernt. Mit jetzt knapp 26 Prozent gibt es noch viel zu tun, um die geplante Breitbandgrundversorgung aller EU-Bürger bis 2013 zu erreichen. Auch hierzulande ist die Situation keinen Deut besser. Die Bundesregierung hat vor einigen Wochen das für 2010 angepeilte Ziel der flächendeckenden Basisversorgung in das kommende Jahr hinausgeschoben. Wenn man positives beim Breitbandausbau in Europa sucht, lohnt sich der Blick in die USA: Neun EU-Länder haben eine höhere Breitbanddurchdringung (Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Niederlande, Schweden und Vereinigtes Königreich). Dafür sollte man aber nicht so genau nach Südostasien schauen, wo es weltweit den höchsten Erschließungsgrad gibt, auch was Höchstgeschwindigkeitszugänge anbelangt.

In Europa ist DSL mit 100 Millionen Anschlüssen weiterhin die am weitesten verbreitete Zugangstechnologie. Doch der Marktanteil geht zugunsten schnellerer Glasfaser- sowie Fernsehkabelnetze zurück, wie die EU-Kommission heute mitgeteilt hat. Im Juli 2010 erreichten 29 Prozent der Breitbandanschlüsse in der Europäischen Union Übertragungsgeschwindigkeiten von mindestens 10 Mbit (gegenüber 15 Prozent im Vorjahr). Mit der Digitalen Agenda der EU wird angestrebt, bis 2020 flächendeckend Geschwindigkeiten von mindestens 30 Mbit und in der Hälfte der europäischen Haushalte sogar 100 Mbit zu erreichen. So optimistisch im Moment die europaweite Grundversorgung bis 2013 wirkt, so wenig absehbar ist der geplante Ausbaugrad von Hochgeschwindigkeitsanschlüssen in den kommenden zehn Jahren.

Rasant hingegen nimmt mobiles Breitband in der Europäischen Union zu, wie die EU-Kommission heute mitgeteilt hat. Vor allem in Finnland (21,5 Prozent), Österreich (16,7), Schweden (14), Dänemark (13,4) und Portugal (12,1) gibt es signifikante Zahlen an mobilen Breitbandzugängen. Europaweit liegt der Verbreitungsgrad mobiler Breitbandverbindungen bei sechs Prozent, was eine Steigerung um 45 Prozent seit Juli 2009 bedeutet. In Finnland und Schweden gehen wegen der Verdrängung durch mobile Breitbandanschlüsse die Zahlen an Festnetzbreitbandzugängen sogar zurück.

[Update 24.02.2011/Update_2 16.04.2011:] Die Bundesregierung sieht den Basisausbau der Breitbandinfrastruktur in Deutschland zügig die noch bestehende Unterversorgung beseitigen. Jede der Oppositionsfraktionen im Deutschen Bundestag fragte nach Stand und Perspektive des Breitbandausbaus und erhielt in den vergangenen Wochen im Prinzip die gleichlautende Antwort: "Die Bundesregierung geht davon aus, dass die noch bestehenden weißen Flecken kurzfristig mit Hilfe der laufenden Beratungs-und Fördermaßnahmen, dem massiv angelaufenen LTE-Ausbau, dem Regelausbau im Festnetz sowie neuen Satellitendiensten rasch beseitigt werden können."

[Update_3 09.06.2011:] Auf einer Messe in Berlin hat ein Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums zum aktuellen Stand des Breitbandausbaus und weiteren Ausbauplanungen Stellung bezogen. Darüber berichtet der IT-Dienst Heise. Zum Grad des Ausbaus mit einer Mindestbandbreite gab es mit der Zahl von 98,5 Prozent nichts neues. Vom seit einem Jahr gegen die Unterversorgungsreste angepriesenen LTE-Ausbau ist demzufolge bislang kaum etwas spürbar. Bei Hochgeschwindigkeitsanschlüssen soll der Ausbaugrad bei 35 Prozent liegen. Planungen, den Hochgeschwindigkeitsausbau zu forcieren gibt es dem Ministeriumsvertreter zufolge nicht. Wie dann allerdings die Ausbauziele der Breitbandstrategie realisiert werden sollen, bleibt rätselhaft. Denn demzufolge soll Deutschland in spätestens sieben Jahren flächendeckend mit Anschlüssen von mindestens 50 Mbit abgedeckt sein.

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