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Unsere aktuellen Meldungen : Telekomkästen für Wettbewerber offen
Geschrieben von Flora am 07.12.2009 12:30:00 (1752 x gelesen)

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am heutigen Montag eine Entscheidung bekannt gegeben, die für die versorgungskritischen Pankower DSL-Gebiete Chancen zu einer Verbesserung bieten dürfte. In einer grundsätzlichen Anordnung wurden durch die BNetzA Modalitäten geregelt, zu denen die Telekom Zugang zu ihren "Multifunktionsgehäusen" am Straßenrand gewähren muss. Ferner erhalten Wettbewerber nun endlich Zugang zu Kabelkanalanlagen oder nötigenfalls zu unbeschalteter Glasfaser der Telekom.

Bisher hielt der ehemalige Monopolist seine Wettbewerber beim Zugang zu diesen Infrastrukturen kurz. Mit der Entscheidung können Netzbetreiber nun ihre eigene aktive Übertragungstechnik für die Realisierung von Breitbandanschlüssen in die Multifunktionsgehäuse der Telekom einbauen. Ferner muss die Telekom den Netzbetreibern ermöglichen, Glasfaserleitungen selbst in die Kabelkanalanlagen einzuziehen und hierzu diese Anlagen zu betreten. Damit entfallen kostenintensive Aufbau- und Grabungsarbeiten.

Insbesondere im Weißenseer und Pankower Zentrum gibt es großflächige und dicht besiedelte Gebiete, in denen die in den frühen 90er Jahren verlegte passive Glasfaser mit wenigen Ausnahmen die einzige Kabelbasis für Breitband darstellt. Mithilfe von DSLAMs in den Kästen am Straßenrand (sog. Outdoor DSLAMs) wird die “antike” Glasfaser überhaupt erst DSL-fähig. Zumeist liegt die Leistungsgrenze dieses aufbereiteten DSL bei sechs Mbit im Downstream. Für deutlich höhere Geschwindigkeiten existiert zwar die Technologie, doch Ausbaumaßnahmen über einige Pilottests hinaus sind in den Pankower OPAL-Gebieten bisher nichts bekannt geworden. DSL in diesen OPAL-Gebieten wird exklusiv durch die Telekom und - immer unter Protest - durch Wiederverkäufer angeboten. Betreiber eigener Netze wie Vodafone oder Teléfonica (O2) mussten bisher draußen bleiben.

Das könnte sich nun ändern, auch wenn die vorhandenen Outdoor DSLAMs zumindest in Alt-Pankow an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt zu sein scheinen. Ende 2009 ähnelt damit die Situation wieder der von Anfang 2005, als die Notwendigkeit zur Gründung von DSLnachPankow bestand: Auf DSLnachPankow berichten Interessenten, dass DSL-Anträge mit Analoganschlüssen abgespeist werden sollen. Zwar existieren anders als vor viereinhalb Jahren Breitbandalternativen, doch das Ausweichen auf die funkbasierten WiMAX- und UMTS (HSDPA)-Lösungen ist mittlerweile auch kein reines Vergnügen mehr: Wegen der erheblichen Nachfrage gehen die Funknetze immer häufiger in die Knie. So bleibt zu hoffen, dass die Netzbetreiber im Zuzugsgebiet Alt-Pankow genauso wie in Weißensee City die Chance zu einem günstigeren Ausbau der Telekom-Infrastruktur ergreifen. Der Bedarf ist schon jetzt vorhanden und wird weiter steigen.

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