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Unsere aktuellen Meldungen : EU-Breitbandranking: Deutschland enttäuscht [Update 20.05.2009]
Geschrieben von Flora am 25.03.2009 17:10:00 (2123 x gelesen)

Die Zahl der Hochgeschwindigkeitsinternetzugänge über das Festnetz steigt in der EU weiter an: 2008 um 14 Millionen auf insgesamt mehr als 114 Millionen. Dänemark und die Niederlande sind beim Breitband weltweit führend und erreichen damit mehr als 35 Prozent der Bevölkerung. Sie liegen zusammen mit Schweden, Finnland, dem Vereinigten Königreich, Luxemburg, Belgien, Deutschland und Frankreich vor den USA, die im Juli 2008 eine Marktdurchdringung von 25 Prozent aufwiesen. Deutschland liegt mit 27,5 Prozent Breitbanddurchdringung auf die Einwohnerschaft bezogen so gerade noch im oberen Drittel im internen EU-Vergleich.

Das sind Zahlen, die der heute vorgelegte Bericht der EU-Kommission zum Telekommunikationsmarkt enthält. Die EU-Statistik gründet auf Zahlen aus dem Januar dieses Jahres. Auch die mobile Breitbandnutzung wächst stark; hier entspricht die Zahl der Zugänge jetzt 13 Prozent der EU-Bevölkerung. Mobiles Breitband via Datenkarten und Dongles entwickelt sich in Ländern wie Österreich (Zahl der Zugänge entspricht 11,4 Prozent der Bevölkerung), Finnland (9,1 Prozent) und Portugal (8,3 Prozent) zu einer akzeptablen Alternative zum Festnetz-Breitbandanschluss.

Im Bericht der EU-Kommission wird jedoch auch davor gewarnt, dass ohne eine bessere europäische Koordinierung die Vorteile des Telekommunikationsbinnenmarkts durch uneinheitliche einzelstaatliche Regulierungstätigkeit aufs Spiel gesetzt werden. Und so gab es besonders für die Bundeskanzlerin und ihr Auftreten für veränderte Marktregeln zugunsten des ehemaligen Monopolisten auf dem Gipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Schelte. Die Landesanalyse zeigt, dass Deutschland sich in der Reihenfolge der europäischen Länder nicht verbessern konnte. Inzwischen wurde man von Belgien eingeholt und teilt sich den achten Platz. Der Ausbau gehe aufgrund der einseitigen Bevorzugung der Deutschen Telekom zu langsam voran, heißt es dazu aus Brüssel. Auch andere Länder bezogen für ihre mangelhaften Ausbaufortschritte beim Breitband Prügel von der EU-Telekommunikationskommissarin, so beispielsweise Österreich.

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[Update_20.05.2009:] Auch die OECD hat zwischenzeitig ihre jährliche Erhebung zur Breitbanderschließung veröffentlicht. Danach gab es im Dezember 267 Millionen Breitbandnutzer in ihren 30 Mitgliedsstaaten. Die Zahl der Breitbandkunden stieg um 13 Prozent gegenüber 2007 an. Durch die Wirtschaftskrise gab es beim Zuwachs offensichtlich keine Einbrüche. Dies korrespondiert auch mit den Aussagen der ITK-Branche, die sich selbst als gut gewappnet betrachtet.

Einen der größten Pro Kopf-Zuwächse gab es in Deutschland. Während im Dezember 2007 23,7 Prozent der Einwohner Breitband nutzten, waren es ein Jahr später bereits 27,4 Prozent. Mit Werten ab 30 Prozent und damit deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 22,6 Prozent am besten mit Breitband ausgestattet waren Dänemark (37,2), Holland (35,8), Norwegen(34,5), die Schweiz (33,5), Island (32,8), Schweden (32), Südkorea (32), Finnland (30,7) und Luxemburg (30). In diesem Ranking belegt Deutschland mit dem 14. Platz einen mäßigen Mittelfeldplatz.

Schön liest sich auf den ersten Blick auch die absolute Zahl der Breitbandkunden. Hier liegt Deutschland mit 22,532 Milionen Nutzern weiterhin hinter den USA (80 Mio.) und Japan (30,1 Mio.) auf Platz Drei. Genauer betrachtet relativiert sich allerdings die Verfügbarkeit von Breitband in Deutschland: Bereits eine Geschwindigkeit von 256 KBit im Downstream gilt für die OECD als Breitband. Und in Deutschland gibt es viele DSL light-Anschlüsse, während gerade Südkorea und Japan sehr viele Höchstgeschwindigkeitsanschlüsse mit um die 100 MBit haben.

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