DSLnachPankow - Breitband in der EU: Deutschland auf Platz acht [Update_2 08.07.2008] - Feature Artikel - Artikel
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Feature Artikel : Breitband in der EU: Deutschland auf Platz acht [Update_2 08.07.2008]
Geschrieben von Flora am 20.03.2008 12:40:00 (1600 x gelesen)

Ein Drittel der Staaten der Europäischen Union haben eine größere Breitbanddurchdringung als die USA, vier als Südkorea. Dies geht aus dem aktuellen Kommissionsbericht über den Stand des Telekom-Binnenmarkts hervor. Insbesondere Dänemark, Finnland, die Niederlande und Schweden sind bei der Breitbandversorgung mit über 30 Prozent weltweit führend (USA: 22,1 Prozent, Südkorea 29,9 Prozent). Deutschland belegt mit knapp 24 Prozent den achten Platz des EU-Rankings.

Danach kamen 2007 in der EU 19 Millionen neue Breitbandanschlüsse hinzu. Das entspricht einem Zuwachs von über 50.000 Privathaushalten pro Tag. Der Gesamtumsatz des Breitbandsektors wird auf 62 Milliarden Euro geschätzt. EU-Kommissarin Viviane Reding begrüßte das Ergebnis: "Das europäische Regulierungsmodell ist darauf ausgerichtet, den Wettbewerb auf den Telekom-Märkten zu steigern, und nun sehen wir die ersten Früchte. Aber es bleibt noch viel zu tun." Im Kommissionsbericht werden auch die Bereiche genannt, in denen der Telekom-Binnenmarkt noch unvollständig ist. Demnach kontrollieren europaweit die Ex-Monopolisten über 46 Prozent der Breitbandanschlüsse. Die Deutsche Telekom hat unter Einschluss der Resaleanschlüsse hierzulande sogar einen Marktanteil von über 64 Prozent.

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In Deutschland ist der Breitbandversorgungsgrad im Jahr 2007 um fünf Prozent gestiegen und liegt mit fast 24 Prozent deutlich über dem EU-Durchschnitt von derzeit 20 Prozent. Im EU-Vergleich belegt Deutschland damit Platz acht. In absoluten Zahlen verfügt Deutschland EU-weit mit knapp 20 Millionen Anschlüssen über die meisten DSL- und Breitbandanschlüsse. Für die Breitbandunterversorgung im ländlichen Raum sieht die EU-Kommission dringenden Bedarf an zusätzlichen Infrastrukturmaßnahmen. Ende 2006 bestand auf dem Land ein DSL-Durchdringungsgrad von knapp 59 Prozent. TV-Kabel spielte eine noch nachrangige Rolle, doch wie in der gesamten EU nahm der Einsatz des TV-Kabels als breitbandiger Internetzugang zu.

Für die Schweiz als Nicht-EU-Mitgliedsstaat wurden Daten durch die EU-Kommission nicht aufbereitet. Der schweizer Branchendienst Inside-IT hat jedoch Zahlen von Mitte des vergangenen Jahres, die einen halbwegs vernünftigen Vergleich gestatten. Seinerzeit hatte die Eidgenossenschaft 30,7 Prozent Breitbanddurchdringung und wurde nach Angaben der Webseite nur von Dänemark und den Niederlanden übertroffen.

[Update_1 10.04.2008:] Der Deutsche Bundestag hat sich im März und April 2008 ausführlich mit der problematischen Breitbandversorgung auf dem Lande beschäftigt. Verabschiedet wurde der Antrag der Koalitionsfraktionen, der mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket zur Unterstützung eines Ausbaus durch den Wettbewerb auf dem Telekommunikationsmarkt die Lage verbessern will. Ende 2009 dürfte es zu einer allgemeinen Bestandaufnahme des Instrumentariums kommen, inwieweit weitere grundlegendere Eingriffe notwenig sind. Anträge und Debattenverlauf dokumentiert DSLnachPankow unter diesem Link in seinem Gastforum.

[Update_2 08.07.2008:] Der flächendeckende Ausbau der Breitbandinfrastruktur kostet Geld, viel Geld. Selbst wenn man auf die marktorientierte Erschließung vertraut und nur bei Marktversagen eingreift. Anfang Juli nun hat die EU-Kommission insgesamt 141 Millionen Euro zur Unterstützung der Breitbandförderung in Deutschland freigegeben. Damit sollten die Förderprogramme hierzulande endlich aus dem Knick kommen, die sich bis auf ganz wenige Ausnahmen schleppen. Damit könnte auch der Investitionsstau endlich abgebaut werden, der seit Ankündigung einer Breitbandförderung im vorigen Sommer zu beobachten ist.

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