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DSL : Mit Ericssons Hilfe gegen Pankows Glasfaser?
Geschrieben von Flora am 15.08.2006 17:40:00 (4036 x gelesen)

Vorigen Donnerstag lief eine Meldung in den einschlägigen IKT-Medien, die aufhorchen ließ. Ericsson, so hieß es da, unterstütze den Breitbandausbau von T-Com in Deutschland. Glasfasergebiete sollten mit Hilfe einer Technologie des schwedischen Konzerns breitbandfähig gemacht werden. Mit einer „hochmodernen EDA-Lösung“ werde „HYTAS95“ auf bis bis zu 6 MBit/s gebracht. Die Technologie gilt als preiswert und leicht einzusetzen. Im Diskussionsforum von DSLnachPankow gab es daraufhin einen neuen Thread und wir erhielten eine Reihe Nachfragen: Bringt uns das im Pankower Schmalbandelend etwas? Wir dechiffrierten also das Kauderwelsch und suchten nach Antworten.

Die Frage lautete: Welche Glasfasertechnologie liegt im Osten Berlins? Gemeinhin heißt es, HYTAS sei in Westdeutschland verbaut. HYTAS ist ein Kurzwort für HYbrides TeilnehmerAnschlussSystem, eine sog. aktive Glasfasertechnologie. Im Osten des Landes hingegen soll eine andere Glasfasertechnologie eingesetzt worden sein: OPAL, eine sog. passive Glasfasertechnologie. Und Berlin? West? Ost?

Im Osten Berlins, konkret in Pankow Zentrum und Weißensee City ist OPAL verbaut. Um die Netze breitbandfähig zu bekommen, ersetzt T-Com diese Opaltechnologie komplett durch sogenanntes BB-OPAL, welches Sprachtelefonie und DSL beherrscht. Das ist unübersehbar, denn zum Einsatz kommen dabei sog. Outdoor-DSLAMs, graue Verteilerkästen, die hier mittlerweile das Straßenbild prägen. Wenngleich mittlerweile auch der Ausbau für das T-Com-Hochgeschwindigkeitsnetz für graue Schränke stadtweit sorgt.

Open in new window VDSL-Kabelverzweiger (links), wie es sie mittlerweile fast in der gesamten Stadt gibt, neben Outdoor DSLAM für DSL via Glasfaser in den Opal-Glasfasergebieten. Direkt nebeneinander im Glasfaserbereich in Weißensee.

Überraschend erreichte uns dann die Information, dass es in Pankow offenbar auch HYTAS-Gebiete gibt. Dies soll im Anschlussbereich Buch (941) mit dem Kupfergebiet Buch und dem Glasfasergebiet Karow der Fall sein. Dies erklärt, dass es in Karow keine Outdoor-DSLAMs gibt wie in den Zentren der Altbezirke. Stattdessen werden in diesem Anschlussbereich die neuen, etwas größeren Schränke für die VDSL-Erschließung an den Straßenrand gestellt.

In Ericssons Pressemitteilung heißt es zwar, in ersten Bereichen, in denen das HYTAS-Glasfasernetz von T-Com bis zu den Verteilerkästen vorhanden ist, habe die Erweiterung schon begonnen. In Berlin scheint dies aber noch geschehen zu sein. Wir sind gespannt, wie T-Com im Anschlussbereich Buch die Breitbandversorgung realisiert. Offenbar gibt es inzwischen einige Optionen. Das ist mehr, viel mehr als noch vor zwei Jahren. Da schien die Situation im Glasfasergebiet aussichtslos. Sobald wir mehr wissen, ist dies ein Update dieser Meldung wert.

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