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WiMAX : WiMAX-Ausbau in Berlin [Update_3 17.11.2006]
Geschrieben von Flora am 04.07.2006 20:30:00 (2371 x gelesen)

Vor wenigen Tagen haben sich die Vermutungen bestätigt, dass die Bundesnetzagentur (BNetzA) die Lizenzen für die WiMAX-Frequenzen in einer Auktion vergibt. Im Registrierungsverfahren zwischen Dezember 2005 und Ende Februar 2006 gingen 1.221 Anträge von 102 Antragstellern ein. Nach Informationen von DSLnachPankow sind für Berlin knapp 30 Lizenzen beantragt worden. Die BNetzA entschied nun, der Frequenzknappheit in einem zeit- und kostenintensiven Versteigerungsverfahren zu begegnen. Diese wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres stattfinden.

Die Frequenznachfrage der WiMAX-Interessenten ist in räumlicher Hinsicht weit gefächert. Vor diesem Hintergrund hat die BNetzA das Bundesgebiet in 16 Regionen aufgeteilt. Anträge für einzelne oder mehrere Regionen bis hin zu einer bundesweiten Abdeckung sind möglich. Für letzteres haben 9 Antragsteller Interesse signalisiert. Mit den Frequenzzuteilungen verbindet die BNetzA eine Versorgungsverpflichtung. Bis 2009 ist die Versorgung von 15 Prozent und bis 2011 von 25 Prozent der Gemeinden in der betreffenden Region als Verpflichtung vorgesehen. Mit dieser Versorgungsverpflichtung soll der Breitbandausbau in unterversorgten Regionen forciert werden (Details zum Verfahren bei der BNetzA (pdf-Datei, 1,1MB)).

Etwa die Hälfte der Interessenten für Berliner Lizenzen will diese für eine Versorgung des gesamten Stadtgebietes verwenden, die andere Hälfte hat sich den einen oder anderen Bezirk oder besondere Standorte wie Flughäfen und Messe ausgeguckt. Kaum überraschend finden sich im Interessentenverzeichnis die üblichen Verdächtigen. Die kleinen und/oder regionalen Interessenten werden sich zusammenschließen oder starke Partner suchen müssen, sonst werden sie gar nicht erst zum Bieterwettstreit zugelassen: Spätestens zwei Wochen vor der Auktion für die Berliner Lizenzen muss eine Kaution bei der BNetzA in Höhe von 3 Millionen Euro hinterlegt werden. Das Mindestgebot für die schwächeren Pakete liegt bei über 900.000 Euro, für die leistungsstärkeren Pakete bei 1,5 Millionen Euro.

Ursprünglich war die Lizenzvergabe zügig in einem flexiblen Registrierungsverfahren vorgesehen, sodass es noch im Verlauf dieses Jahres zu weiteren WiMAX-Angeboten gekommen wäre. Davon kann man derzeit nicht mehr sicher ausgehen. Die vor einigen Monaten von Intel mit frischem Geld versorgten Deutschen Breitband Dienste (MAXXtelekom) können so den Ausbau ihres Berliner WiMAX-Netzes verhältnismäßig entspannt durchführen und sich der technischen Herausforderung der europaweit erstmaligen Vernetzung von WiMAX-Basisstationen widmen.

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Inzwischen sind zusätzlich zur Basisstation Rathaus Pankow rund 30 neue Sendeantennen vor allem im Ostteil der Stadt aufgebaut worden, die derzeit nach und nach in Betrieb gehen. Der gesamte südliche Bereich des Bezirkes Pankow soll nun im Ausleuchtbereich liegen. Teilweise sind die neuen Basisstationen bereits in Betrieb gegangen wie in Pankow-Zentrum/ Niederschönhausen in der Grabbeallee. Auch für Friedrichshain/Kreuzberg gibt es inzwischen ein Angebot, wie auf der Webseite WiMAXtalk berichtet wird. Andere Sendeantennen wie in der Weißenseer Gustav-Adolf-Straße stehen unmittelbar vor dem Start.

[Update_1 10.10.2006:] Einem Bericht des Industrieblogs WiMAX Day zufolge, wird die Bundesnetzagentur die Lizenzen für WiMAX im Dezember zur Auktion bringen. Man wird sehen, wieviele der ursprünglichen 102 Antragsteller (Liste der beantragten Lizenzen (Excel-Datei, 168KB)) letztlich an der Auktion teilnehmen werden. Unterdessen expandiert MAXXonair (vormals MAXXtelekom, Namensänderung Mitte Juli). In Berlin sollen mittlerweile 60 Sendeantennen betriebsbereit sein sowie bis zum Jahresende weitere 40 aufgestellt werden. Anfang September wurde in Wuppertal das WiMAX-Netz angeschaltet, Dresden folgte am 5. Oktober. Leipzig wird am 11. Oktober angeschaltet, weitere Stadtnetze kommen noch in diesem Jahr.

[Update_2 11.10.2006:] Von heute an bis zum 8. November können interessierte Unternehmen bei der Bundesnetzagentur Anträge auf Zulassung zur Versteigerung von Frequenzen für Broadband Wireless Access (darunter WiMAX) stellen. Die Verfahrensgrundlagen sind als 2,2 MB große pdf-Datei unter diesem Link bei der BNetzA herunterladbar.

[Update_3 17.11.2006:] Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur (BNetzA) hat heute den Termin der Auktion um die Broadband Wireless Access-Lizenzen (nutzbar auch für WiMAX) bekannt gegeben. Danach soll am 12. Dezember in den Räumen der BNetzA in Mainz der Bieterwettstreit starten. Sechs Unternehmen Anträge auf Zulassung zum Versteigerungsverfahren gestellt. Drei Unternehmen haben Zuteilungen in allen Regionen, damit bundesweit, beantragt. Anfang Dezember will die BNetzA die Namen der zur Auktion zugelasenen Unternehmen bekannt geben. Bekannt ist, dass die mit Wagniskapital von Intel ausgestattete Deutsche Breitband Dienste GmbH (MAXXonair und DSLonair) sich für bundesweite Lizenzen interessiert.

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