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Re: "Online-Durchsuchungen"

Titel: Re: "Online-Durchsuchungen"
von Flora am 03.09.2007 12:12:15

Ist der Trojaner gar kein Trojaner? Erfolgt das Eindringen in den Rechner ganz anders?

Ein interessantes Interview zur Online-Durchsuchung hat das Inforadio am 30. August mit Hartmut Pohl, dem Sprecher des Arbeitskreises Datenschutz und IT-Sicherheit der Deutschen Gesellschaft für Informatik , geführt: Streit um "Bundestrojaner". Hier ein Auszug:

Zitat:
Oliver Rehlinger: Wie soll dieser Trojaner funktionieren, ist das überhaupt ein traditioneller Trojaner?

Hartmut Pohl: Nein, das ist Vernebelungstaktik. Das ist kein Virus, das ist kein Trojaner, es ist auch kein Wurm. Es werden hier Schwachstellen, Sicherheitslücken von Computern in Betriebssystemen in Anwendungssoftware, in Firewall-Software ausgenutzt und über diese Sicherheitslücken dringt man in die Computer ein. Diese Sicherheitslücken müssen mühsam gesucht werden von hoch qualifizierten Informatikern und werden dann den Behörden gegen Entgelt zur Verfügung gestellt. Das heißt, diese Lücken sind eigentlich nur den Behörden bekannt, sie sind in jedem Fall unveröffentlicht. Man kann sich nicht dagegen schützen.

Oliver Rehlinger: Nun ist das doch aber offenbar ein Wettlauf mit der Zeit, denn sowohl die Hersteller von Betriebssystemen als auch die Hersteller von kommerziellen Anti-Viren-Programmen arbeiten doch ständig daran, solche Sicherheitslücken zu schließen.

Hartmut Pohl: Ja - es gibt auch sehr viele und sehr schwere Sicherheitslücken, die gleichwohl ausgenutzt werden können. Wir haben das in Untersuchungen herausgefunden, dass diese Sicherheitslücken über zwei oder drei Jahre tatsächlich unveröffentlicht bleiben und ausgenutzt werden können.

(...)

Oliver Rehlinger: Die Behörden haben (...) nach Ihrer Auffassung ein Interesse daran, dass es unentdeckte Sicherheitslücken gibt, die Behörden, der Staat dann selber nutzen kann?

Hartmut Pohl: Ja - das Wissen um diese Sicherheitslücken wird gekauft von den Technikern und dieses Wissen wird dann in ein Angriffsprogramm gegossen und verwendet, um diese so genannte Online-Durchsuchung durchführen zu können.

Oliver Rehlinger: Und das ist eine relativ neue Entwicklung?

Hartmut Pohl: Nein - das sehen wir im internationalen Bereich seit etwa drei Jahren, diese Sicherheitslücken werden verkauft gegen ein Entgelt von 50.000 Dollar bis hin zu 100.000 Dollar, sie werden auch versteigert in Versteigerungshäusern. Im Allgemeinen werden sie benutzt zur Wirtschaftsspionage und gar nicht mal von staatlichen Institutionen - die Mehrzahl richtet sich also gegen Unternehmen.

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